Klangfülle aus dem größten Triester Gotteshaus

Chor und Streichorchester der Musikschule reisten dieses Jahr nach Triest

Im letzten Septemberwochenende machten sich wieder gut 60 Musikinteressierte im Namen der Musikschule Emertsham zur Kulturreise auf.

Dieses Mal war die norditalienische Hafenstadt Triest das Ziel, die Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien mit seinen rund 200.000 Einwohnern. Bei
bestem Wetter boten sich verschiedenste Gelegenheiten, die Stadt am Golf von Triest zu erkunden. Die seit 1954 wieder zu Italien gehörende Grenzstadt vereint Einflüsse aus Italien, Österreich-Ungarn und Slowenien und blickt traditionsreich und modern auf eine bewegte Geschichte zurück.

Nebst einer Stadtführung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die mit ihren historischen Gebäuden stark an die k. u. k. Monarchie erinnert, war die Gestaltung der Abendmesse in der Kirche Sant’Antonio Taumaturgo Höhepunkt der Reise. Auch als ant’Antonio Nuovo genannt ist sie dem Heiligen Antonio, dem Wundertäter, geweiht und gilt als das größte katholischen Gotteshaus von Triest.

Chor und Orchester der Musikschule Emertsham

Unter der Gesamtleitung von Dirigent Leopold Gnedel stand u.a. die „Messe in G“ von Franz chubert auf dem Programm, begleitet vom Orchester, dessen Leitung die langjährige Musikschulleiterin Ulrike Wiedmann-Feichtl gekonnten innehatte. Kleine musikalische ‚dolce‘ boten die Sonate in G, KV 274, das „Ave verum“ von Wolfgang A. Mozart und das Locus iste“ von Anton Bruckner in a cappella, dem zarten Dirigat des Chorleiters folgenden Chores, in feinsten Tönen klingend. Das bewährte Solistenquartett brillierte mit Verena Apfelböck (Sopran), Cornelia Klüter (Alt), Dr. Franz Krähschütz (Tenor) und Hans-Joachim Bernhart, und wiederum bewiesen sie ihr Können und Gespür für den Klang in dem überaus großen und akustikstarkem Kirchenraum.

Dass hier Chor und Orchester gut aufeinander abgestimmt war und seit vielen Jahren vertraut zusammen Musik machte, konnte in allen Stücken gespürt werden.

Der Funke sprang nicht erst beim letzten Stück dem „Alma Redemptoris Mater“ von Johann David Heinichen für Solisten und Orchester über, sondern bereits nach Erklingen der ersten Darbietung war mit einem großen Applaus aller Gottesdienstbesucher zu rechnen, der mit besonders herzlichen Dankesworten des Zelebranten an die „scuola di musica di Emertsham“ gewürdigt und bestätigt wurde.


Triest ist eine beeindruckende Stadt, die den Besuchern aus Bayern viele Erlebnisse,
Sehenswürdigkeiten und wunderbare gemeinsame Augenblicke offenbarte und auch in diesem Jahr der Höhepunkt des Angebotes der Musikschule war.

Text: Judith Fleischmann-Reitinger
Bild: Musikschule Emertsham