Adventskonzert, dass einem nah an den Heiligen Abend rückt
Ensembles der Sing- und Musikschule Emertsham erfreuen mit vorweihnachtlichen Liedgut in der Filialkirche St.-Vitus








Emertsham. Die Adventszeit, die als stade und beschauliche Zeit den Weg bis zur Geburt Jesus und dem Weihnachtsfest weist, hat auch allerhand Liedgut zu bieten, mit dem die verschiedenen Ensembles der Sing- und Musikschule wieder eindrucksvoll begeisterten. Pfarrer Michael Brüderl sagte, „wir haben nun ein musikalische Stunde vor uns, wo von den ganz Kleinen bis zu den älteren Generationen Musik gemacht wird, die uns miteinander verbindet.“
Ganz verschiedene Gruppen, verschiedene Instrumente schafften eine ganz besonderen Atmosphäre und eine Verbindung von Musik und Emotionen. Die Qualität der Darbietung sowie die Wahl der Stücke zeichneten eine Balance zwischen Tradition, Weltoffenheit, Moderne und Abwechslung. Die Zuhören waren zuletzt begeistert und zollten minutenlang Applaus.
Von der Empore her schallte verhalten das gemischte Bläserensemble mit „Über allen Gipfeln ist Ruh“. Das ist die berühmte Anfangszeile von Goethes Gedicht „Wandrers Nachtlied“, das die tiefe, friedliche Stille der Natur am Abend beschreibt und eine tröstliche, fast übernatürliche Ruhe ausdrückt. Ganz zum Gegensächlichen „Go down Moses“ ein Gospel, das geschmeidig und schön klingt. Der Kinderchor mit der Singklasse von Leopold Gnedel kombinierte „Mit ihrem Herzen hat vernommen“, einer noch jungen Komposition mit dem spanischen Weihnachtslied „Gatatumba“. Volkstümliche alte Musikstücke thematisierte das Hackbrettduo mit der Aufzugsmusik aus Großmehring. Die bezieht sich auf historische Tanz- und Spielmusikstücke, die im frühen 19. Jahrhundert aus der Region um Großmehring überliefert wurden. Dazu erklang das „Menuett aus Welschnofen“, ein volkstümlichen Liedgut zur Adventszeit. Unter der Leitung von Ulli Wiedmann-Feichtl boten die Geigenchaoten das „Weihnachtsmenuett“ und das traditionelle klangvolle katalanische Weihnachtslied „El Noi de la Mare“. Die klassischen Barockmelodie von Purcelli „Rigaudon“ und das deutsche Weihnachtslied „Advent ist ein Leuchten“ interpretierte das Veehharfenensemble. Ebenfalls mit Wiedmann-Feichtl erklangen die Violinen von dem Emertshamer Geigenensemble mit dem „Krippeng`sangl“ und dem „Pifa“. Sehr altes Liedgut interpretierte das Flötentrio mit Annemarie Bayerl, die das „Allemando Nr. 10“ von Peter Hueber aus dem frühen 19. Jahrhundert überarbeitet hat. Auch das „Allegretto Nr. 6“ stammt aus dieser frühen Zeit, das die Flötistinnen zum Besten gaben. Dem einfachen Liedgut widmete sich das Kienberger Gitarrentrio. Mit „Leise rieselt der Schnee“ setzen sie Hoffnungen auf weiße Weihnachten. Der Tonfall des alten Stückes „Vom Himmel hoch, o Engel, kommt“ aus dem Jahr 1623 ist ein jauchendes Halleluja auf Gitarrensaiten. Ebenfalls auf Saiten, aber mit einer Harfe ließ Alexandra Scheufler die „Prelude mit Parita“ erklingen , bevor zum Ende hin Helmut Jahn mit Thomas Eberl als Akkordeonduo „Eröffnet die Pforten“ und die „Andachtsweis“ den musikalischen Adventsreigen abschlossen. Zwischendurch erzählte Pfarrer Brüderl kleine Weihnachtsgeschichten zum Schmunzeln oder Nachdenkliches zur Adventszeit. Gemeinsam, Instrumentalisten und Konzertbesucher, schlossen die musikalische Stunde gemeinsam mit dem Andachtsjodler ab. Es war ein schönes Konzert, wo die jungen bis älteren Instrumentalisten ihr Können beweisen konnten und so die Sing- und Musikschule Emertsham bestens präsentierten. Für die Zuhörer in der vollen St.-Vitus Kirchen war es nicht nur ein besinnlicher Ohrenschmaus, wie im Nachgang zu hören war, sondern auch ein wenig Runterkommen vom hektischen Alltag hin zur besinnlichen Weihnachtszeit.
Text und Bild: Marianne Herbst
